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Gesammelte Tipps für eine steile Karriere Fantasy-Autor werden! Von der Idee zum Text zum Buch, Teil 1 Viele Fantasy-Autoren äußern sich in der NAUTILUS. Meist geben sie in Form von Interviews oder Werkstattberichten Auskunft über neue Projekte, ihren bisherigen Werdegang sowie ihre persönlichen Ansichten zu ihren eigenen Leseneigungen oder Ritualen beim Schreiben. Das ist in der Regel spannend und informativ, doch ich schlage einen etwas anderen Weg ein: Ich werfe in einer dreiteiligen Reihe einen Blick hinter die Kulissen des Autorendaseins, betreibe zugleich etwas Selbstentblößung und - das ist mir das Wichtigste - entwickele auch einen kleinen Leitfaden, wie man von einer Romanidee zu einem fertigen, veröffentlichten Buch kommt. Der Anfang ist erstaunlicherweise nicht die grandiose Idee, die einen trifft wie der sprichwörtliche Blitz und die man unbedingt in schriftlicher Form für die Nachwelt festhalten will. Es sind vielmehr die Gründe, die man am häufigsten zu hören bekommt, wenn man jemanden fragt, warum er oder sie denn gerne überhaupt ein Buch schreiben möchte. Reichtum Aufgrund von Ausnahmeerfolgen wie dem von J.K. Rowling trifft man inzwischen auf viele Menschen, die das Schreiben eines Romans für ein einfaches Mittel halten, um über Nacht unermesslich reich zu werden. Die grausame Wirklichkeit hat für Phantasien vom Millionärsdasein als Autor leider nur ein müdes Lächeln übrig. Hier ein paar Zahlen: Die Künstlersozialkasse gab Anfang 2009 das durchschnittliche Jahreseinkommen eines deutschen Autors mit etwas mehr als 16.000 Euro an, das entspricht einem Monatsverdienst von etwa 1.300 Euro. Wenn man dann noch bedenkt, dass das durchschnittliche Jahresgehalt eines deutschen Hochschulabsolventen zur gleichen Zeit 45.000 Euro betrug, wirkt ein Normalberuf viel attraktiver. Ehre Manche sagen nun: Es geht mir auch gar nicht um den schnöden Mammon - mir geht es um den Ruhm und das Prestige. Auch vor die Erfüllung dieses Wunsches haben die Götter des Geschäfts mit dem geschriebenen Wort einen Riegel geschoben: In Deutschland erscheinen zwischen 80.000 und 90.000 neue Buchtitel pro Jahr - die Chance, dass man in dieser Flut von Veröffentlichungen ausgerechnet mit einem Erstling berühmt wird, ist gering. Schreiben ist eine Ausdauerdisziplin: ein Marathon, kein Sprint. Gerade wenn man sich auf ein Genre wie etwa die Fantasy festlegt, wird man zudem Erfahrungen mit dem in Deutschland tiefen Graben zwischen E(rnsthafter) und U(nterhaltungs)-Literatur machen. Mit Lobeshymnen seitens des Feuilletons rechne man besser nicht, und auch die Freunde des Fantastischen sind kritische Leser. Anstatt also über möglichen Ruhm nachzudenken, sollte man sich als aufstrebender Schreiberling lieber einen schützenden Panzer aus dicker Elefantenhaut schneidern, um sich gegen Kritik und - schlimmer noch - die Erkenntnis zu wappnen, dass das eigene Werk nicht umgehend als neuer Harry Potter oder Der Herr der Ringe gehandelt werden wird. Traumberuf Der dritte Grund, mit eigenen Erzählungen an die Öffentlichkeit zu gehen, der häufig genannt wird, ist die Auffassung, Autor sei ein besonders toller Job. (...) Thomas Pliscke Mehr zu lesen gibt es in der Nautilus 71 - bei uns online zu bestellen |
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