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N A U T I L U S - W E T T B E W E R B
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| Die offizielle Piper-Kolumne in der NAUTILUS Warum haben Elben spitze Ohren? Die Autorin Susanne Gerdom sucht die ungewöhnlichste Antwort - und zu gewinnen gibt es eine Rolle in ihrem nächsten Elbenroman |
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Susanne Gerdom Susanne Gerdom wurde 1958 in Düsseldorf geboren. Sie absolvierte eine Buchhändlerlehre, war an verschiedenen Düsseldorfer Theatern tätig und arbeitet heute als Texterin und Schriftstellerin. Für die NAUTILUS erzählt sie über die Entstehung ihres aktuellen Buchs »Elbenzorn«, das im September 2007 im Piper Verlag erscheint ![]() |
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| »Ich liebe Fantasy. Weil mein Spielraum als Autorin in diesem Genre viel größer ist als in allen anderen. Weil ganze Welten, ihre Geographie, ihre Naturgesetze, Kultur, Politik und ihre Bewohner komplett meiner Kontrolle unterstehen. Das ist der Vorteil. Der Nachteil ist ein Haufen Arbeit: weil ganze Welten, ihre Geographie, Naturgesetze, Kultur, Politik und natürlich alle ihre unter Umständen höchst eigenwilligen Bewohner von mir erst einmal erschaffen werden müssen. Das Gute daran: Es gibt niemanden, der dir vorschreiben kann, wie deine Protagonisten oder ihre Welt auszusehen haben. Viva la libertà - theoretisch ... Die Realität: »Schreiben Sie doch mal was über Elben.« Elben waren bisher für mich kein Thema. Ja gut, ich habe natürlich Tolkien gelesen. Ich mochte die Hobbits (wer mag die nicht?), ich mochte die Zwerge - die Elben waren mir, ehrlich gesagt, ziemlich wurscht. Ich spiele auch keine Rollenspiele. Also auch von der Seite: kein Futter für meine Phantasie. Lacht nicht: Ich habe mir Fachliteratur besorgt. (Wusstet ihr, dass es in Island eine staatliche Feenbeauftragte gibt? Sie heißt Erla Stefánsdóttir.) Viel geholfen hat es nicht. Deshalb hab ich mich hingesetzt und ein Brainstorming gemacht: Was unterscheidet Elben von anderen Lebensformen, was charakterisiert sie, und was könnte mich daran interessieren, was nervt mich an Elben, was fällt mir zu Elben alles ein? Ergebnis: Elben haben spitze Ohren. Dann hatte ich es satt. Ich gehöre zu den Autorinnen, die sich vor einem Projekt nicht erst einmal hinsetzen und den Plot bis ins kleinste Detail austüfteln, ehe sie losschreiben. Ich brauche das »echte« Phantasiefutter, die Protagonisten und Antagonisten, die in meiner Vorstellung zu leben anfangen, ihre Eigenheiten entwickeln, Beziehungen untereinander aufnehmen, sich lieben und sich bekriegen - daraus entstehen erste Szenen und kleine Momente der Zündung, die mir sagen: So, jetzt kannst du anfangen, deine Schauspieler laufen zu lassen. Dann erst beginne ich damit, die Bühne vorzubereiten und das eigentliche Stück zu entwickeln. Also: Mein erster Elbe hieß Olkodan, und er war ein Versager. Er wäre gerne ein Baumsinger geworden, aber es hatte nur zum Tischler gereicht, denn der gewöhnliche Elbe hat keine Chance, einen so ehrenwerten Beruf zu ergreifen. Das bleibt den Mitgliedern der oberen Schichten vorbehalten ... Bingo! Die Elbengesellschaft scheint also in höchstem Maße klassenbewusst zu sein. Das bereitete die Geburt einer weiteren Protagonistin vor: Rutaaura, die Dunkle, die bei Menschen aufwachsen musste, weil die hellen Elben ihre dunklen Geschwister verstoßen oder töten. Schön. Diese Außenseiterin braucht noch einen Gefährten, und da liegt es nahe, noch einen Outcast das Licht der Welt erblicken zu lassen: Lluigolf, den Halbelben, mit seinem Hass auf alle reinblütigen Spitzohren. Und damit auch innerhalb der Elbengesellschaft noch jemand gegen den Strom schwimmt, kam Iviidis, die zumindest äußerlich gesellschaftskonforme Schwester der dunklen Rutaaura, zur Welt. Bei dem angedachten Personal konnte die Handlung eigentlich nur noch in Richtung Mord, Totschlag, Entführung und Intrige gehen. Das Spitzohrendrama hat mir dann wider Erwarten riesigen Spaß gemacht. Wenn die Figuren erst einmal von selbst laufen können, ist der Rest nur noch Freude am Schreiben und manchmal auch Fluchen beim Tüfteln. Auf die Frage, warum Elben spitze Ohren haben, habe ich übrigens bei aller Recherche noch keine schlüssige Antwort bekommen. Aber auch dafür habe ich eine Lösung: Liebe NAUTILUS-LeserInnen, mailt mir bis zum 14. September eine Antwort auf diese existenzielle Frage - und wer mir die beste, witzigste, originellste Antwort präsentiert, bekommt eine Rolle in meinem nächsten Elbenroman (und darf sich vielleicht sogar aussuchen, was er oder sie in diesem Leben darstellt: Elbe, Ork, Barde, Hofzwerg, Elbenvampir ...) Die Auswahl der besten Antwort treffe ich, und sie ist selbstverständlich vollkommen subjektiv. Viva la libertà! Susanne Gerdom |
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| Warum haben Elben spitze Ohren? | |||
| Wer diese Frage am witzigsten und originellsten beantworten konnte, hatte die Chance auf eine Rolle in Susanne Gerdoms nächsten Elbenroman. Einsendeschluß war der 14. September 2007. Die beste Antwort gab NAUTILUS-Leser Sebastian Keller. Herzlichen Glückwunsch! Den Sieger-Beitrag und weitere herausragende Antworten hat Susanne Gerdom in einem PDF-Dolument zusammengefasst, das man von Susanne Gerdoms Hompage herunterladen kann: Sieger-Beitrag: Warum haben Elben spitze Ohren |
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